MPOX

Im Oktober kam es in der Rhein-Neckar-Region wieder zu Übertragungen von MPOX.

Das ist kein Grund zur Panik, aber zur Vorsicht: Achte bitte gut auf deinen Körper und suche bei Symptomen eine ärztliche Praxis auf.

Am besten kannst du dich und andere mit einer Impfung schützen. Diese reduziert das Risiko sich zu infizieren, kann eine Ansteckung verhindern oder Krankheitsverläufe abmildern. Auch nach einem Kontakt kann eine Impfung (Postexpositionsprophylaxe) sinnvoll sein!

Die Impfung wird allen Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben, empfohlen.

In Mannheim kann in folgenden Praxen geimpft werden:

Bitte gebt auf euch acht und geht solidarisch mit der Situation und einzelnen Menschen um, die sich infiziert haben.

Die Infektion kann jeden Menschen treffen, der engen Körperkontakt hat!

Bei Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung.

Allgemeine Informationen

MPOX ist ein Pocken-Virus und heißt Monkeypox Virus bzw. Affenpocken, weil der Virus zuerst bei Affen nachgewiesen wurde.

Seit Sommer 2022 sind Fälle von MPOX-Infektionen bei Menschen in Deutschland bekannt. Im Moment werden nur noch wenige Infektionen gemeldet. Es wird allerdings von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

In Mannheim und Umgebung sind Impfdosen für die Erst- und Zweitimpfung verfügbar.

Am verbreitetsten in Deutschland sind MPOX-Infektionen aktuell unter Männern, die Sex mit Männern haben (MSM). Eine Infektion ist aber unabhängig von Geschlecht und Sexualität möglich.

Ungefähr 5 bis 21 Tage nach einer Infektion (Inkubationszeit) mit MPOX-Viren kommt es zu Symptomen. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Hautveränderungen, häufig beginnend im Gesicht, Genital- oder Analbereich:
    Ausschlag, Flecken, Knötchen, Bläschen, Pusteln, Wunden, Schorf
  • Fieber
  • Kopf-, Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten

Die meisten MPOX-Infektionen verlaufen mild und heilen nach 2 bis 4 Wochen von selbst ab.

Die MPOX-Infektion kann allerdings sehr schmerzhaft sein. Bei schweren Verläufen kann eine Behandlung im Krankenhaus notwendig sein.

Betroffene Hautstellen sind anfällig für weitere Infektionen (z.B. Bakterien) und können bleibende Narben bilden.

Eine Übertragung von Tier zu Mensch ist durch Bisse, Körperflüssigkeiten oder Verzehr der Tiere möglich.

Die Übertragung von Mensch zu Mensch passiert vor allem durch engen und langen Haut-zu-Haut-Kontakt oder Schleimhaut-Kontakt, z.B. beim Kuscheln oder Sex.

Um die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung zu senken, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • auf Hautveränderungen achten (bei sich und anderen) und diese nicht berühren
  • Gegenstände (z.B. Sexspielzeug) und Textilien (z.B. Kleidung, Handtücher) nicht teilen
  • beim Sex Kondome und beim Fisten Handschuhe verwenden

Der effektivste Schutz ist die Impfung: Die klassische Pocken-Impfung schützt auch vor MPOX. Sie war bis 1976 (BRD) bzw. 1982 (DDR) Pflicht. Danach galten die Pocken als besiegt und Menschen in Deutschland wurden nicht mehr standardmäßig geimpft.

Aktuell  wird die Impfung empfohlen für:

  • Menschen, die engen Hautkontakt oder längeren face-to-face Kontakt (Abstand weniger als 1 Meter) mit einer an MPOX erkrankten Person hatten
  • Männer (18+), die Sex mit Männern haben und häufig die Sexualpartner*innen wechseln
  • Personal im medizinischen/Labor-Bereich (nach individueller Risikobewertung)

In Mannheim kann in folgenden Praxen geimpft werden: 

Bei Symptomen sollte ärztlich abgeklärt werden, ob es sich um eine MPOX-Infektion oder eine andere Infektion (z.B. Syphilis) handelt. MPOX-Abstriche können unter anderem von niedergelassenen Haut- und Hausärzt*innen sowie Hautkliniken nach vorheriger Anmeldung durchgeführt werden. MPOX-Infektionen sind meldepflichtig.

Die meisten MPOX-Infektionen verlaufen mild und heilen nach 2 bis 4 Wochen von selbst ab.

Die MPOX-Infektion kann allerdings sehr schmerzhaft sein. Bei schweren Verläufen kann eine Behandlung im Krankenhaus notwendig sein. Für schwere Verläufe gibt es eine Therapie mit dem Medikament Tecovirimat.

Betroffene Hautstellen sind anfällig für weitere Infektionen (z.B. Bakterien) und können bleibende Narben bilden. Um diese Risiken zu senken, können weitere Behandlungen veranlasst werden. Wichtig ist hier eine gute Wundversorgung.

Bei MPOX-Infektionen wird aktuell nur eine Quarantäne angeordnet, wenn die betroffenen Hautstellen nicht abgedeckt werden können. Sie dauert dann solange, bis die betroffenen Hautstellen abgeheilt sind. Empfehlungen für die Quarantäne gibt das Robert-Koch-Institut in diesem Flyer